Bali mit unseren Mamis Teil 1

Auf Bali waren wir einen Grossteil nicht alleine unterwegs, sondern wir hatten Besuch von unseren Mamis. Bereits im Vorfeld haben wir eine Reiseroute zusammengestellt, sodass wir mehrere Orte der schönen Insel erkunden konnten. Unser erster Halt war Uluwatu, ganz im Süden der Insel. Danach ging die Reise weiter nach Ubud, einer der bekanntesten Orte Balis.

Uluwatu - regnerische Ankunft auf der paradiesischen Insel

Unsere Mamis reisten 3 Tage nach uns auf Bali an. Am späten Abend nahmen wir sie am Flughafen in Empfang und genossen das Wiedersehen. Noch am selben Abend reisten wir nach Uluwatu, wo wir die ersten drei Nächte verbrachten. In Uluwatu hatten wir eine schöne Unterkunft mit nur 7 Bungalows, einem schönen Garten und einem Pool. Auf Bali ist aktuell Regenzeit, dies spürten wir in Uluwatu besonders stark. Das Wetter war über die Tage ziemlich verregnet. Daher erkundeten wir nur einen der vielen Strände. Die Anfahrt mit dem Scooter zum schönen und langen Nyang Nyang Beach war sehr abenteuerlich. Die Strasse war extrem steil und als wir endlich unten ankamen, dachten wir, dass wir hier wohl nie mehr hochfahren können. Der Strand eignet sich aufgrund der vielen Wellen und dem steinigen Untergrund nicht zum Baden. Dafür kann man lange Spaziergänge machen. Zum Glück gelang uns die steile Fahrt nach oben, obwohl Lukas einen kurzen Moment das Gefühl hatte, dass bald sein Vorderrad von der Strasse abheben würde. Ein weiterer Höhepunkt von Uluwatu war der Besuch des Pura Luhur Tempels. Der Hindutempel ist hoch auf den Klippen am Meer gebaut. Ein Spaziergang über das grosszügige Gelände bot uns einen schönen Blick über das Meer und die eindrucksvollen Klippen. Entlang des Weges tummelten sich viele Affen, die wir beobachten konnten. Allerdings mussten wir aufpassen, dass sie uns nichts stahlen. Diese Affen sind nämlich ziemlich freche kleine Racker. An diesem Tag fegte ein sehr starker Wind über die Felsen, sodass wir zeitweise das Gefühl hatten, dass wir auf einer Achterbahn sitzen würden oder mit dem Motorrad auf der Autobahn unterwegs seien. Wir genossen es, uns dem Wind entgegenzustellen, ihn durch unsere Haare fegen zu lassen und uns vorzustellen, dass er all unsere negativen Gedanken mitreissen würde. Dieser Moment war tatsächlich einer unserer ganz persönlichen Bali Highlights. Am zweiten Tag regnete es fast durchgehend und eins muss man wissen, der tropische balinesische Regen kann nicht mit dem Regen in der Schweiz verglichen werden. Wenn es hier regnet, dann schüttet es wie aus Kübeln, ähnlich wie bei einem heftigen Gewitter in der Schweiz, nur über einen viel längeren Zeitraum. Wir genossen aber auch diesen Tag. Nachdem wir mit dem Scooter pitschnass in einem der vielen guten Restaurants angekommen waren, konnten wir mit einer Waffel in den verregneten Tag starten und gönnten uns im Anschluss eine schöne balinesische Massage.

Erlebnisreicher Reisetag nach Ubud

Auf der Reise von Uluwatu nach Ubud machten wir bei zwei Sehenswürdigkeiten der Insel einen Halt. Nach einem leckeren Frühstück fuhren wir zur drittgrössten Statue der Welt, der Garudu Wisnu Kecana. Rund um die Statue befindet sich ein 60 Hektaren grosser Kulturpark. In diesem befindet sich ein wunderschöner Garten mit vielen kleinen und grossen Skulpturen. Zudem gibt es ein Freilichttheater, in welchem balinesische Tanzshows stattfinden. Wir hatten das Glück, eine solche Show zu besuchen. Dies war eine interessante kulturelle Erfahrung. Noch nie haben wir einen Tanz gesehen, in dem die Mimik der Tanzenden ein so grosse Rolle spielt. Auch die Bewegungen sind bis in die Fingerspitzen choreografiert. Die Statue Garuda Wisnu Kencana wurde im Jahr 2018 fertig gebaut und ist 121 Meter hoch. Sie ist somit rund 30 Meter höher als die Freiheitsstatue der USA. Bevor wir in Ubud ankamen, machten wir Halt bei einem Wasserfall. Der Ab- und Aufstieg erfolgte über eine lange Treppe. Am Wegrand befand sich viel Grün, wo wir einige grosse Spinnen in den Büschen fanden, die uns als schönes Fotomotiv dienten.

Ubud - das Herzen Balis

Ubud ist wohl einer der bekanntesten Orten in Bali, so durfte er natürlich auch auf unserer Reise nicht fehlen. Bereits bei der Ankunft erkannten wir, dass vom ruhigen Ort Ubud nur noch wenig übrig geblieben ist. Die Stadt ist mit seinem Verkehr, seinen Bewohnern und den vielen Touristen ziemlich voll und belebt. Die Ruhe findet man wohl eher ausserhalb der Stadt oder in unserer Hotelanlage. Die Unterkunft war in einer Seitenstrasse und hatte einen schönen Garten mit einem grossen Pool. Da auch das schöne Wetter Einzug hielt, verbrachten wir den ersten Tag im Hotel am Pool. Dieser entspannte Tag hat uns allen sehr gefallen. Wir ruhten uns aus, badeten, tauchten, lachten und hatten viel Spass zusammen. Am zweiten Tag wollten wir eigentlich den grossen lokalen Markt besuchen. Leider erwachte aber Nathalies Mami mit Fieber und sie musste einen Tag Bettruhe halten. Also zogen wir kurz nach dem Tagesanbruch zu dritt los. Der Marktbesuch war allerdings ziemlich ernüchternd. Vor der Markthalle angekommen, sahen wir, dass sich diese im Umbau befindet. Einige Stände waren auf der Strasse aufgebaut, diese hatten wir allerdings rasch gesehen und so zog es uns rasch in eine Bäckerei, wo wir ein Frühstück genossen. Auch in Ubud kann man nämlich sehr lecker essen. Nach einem Besuch einer Tempelanlage und des Gartens des Königspalasts machten wir den Camphuan Ridge Walk. Mit der feuchten Hitze Balis sowie dem Sonnenschein fühlte sich der rund zwei Kilometer lange Weg auf den Hügel eher nach einer Wanderung als nach einem Spaziergang an. Oben wurden wir mit einem leckeren Passionsfruchtsaft und einer schönen Aussicht belohnt. Angekommen im ruhigen Teil Ubuds, genossen wir den Blick über die Reisfelder und die entspannte Stimmung. Am späten Nachmittag besuchten wir den Monkey Forest. Dieser Wald erinnert eher an einen Park als an einen Wald. Die Anlage ist gut ausgebaut und gut gepflegt. Natürlich, wie es der Name schon sagt, wohnen hier viele Affen. Wir erlebten die Tiere hier viel entspannter als in Uluwatu. Womöglich lag es daran, dass bereits Abend war und sie genug von den Touristen hatten oder sie sind sich Touristen einfach mehr gewohnt. Es war spannend, ihre Verhaltensweisen zu beobachten und die grüne Natur rundherum in uns aufzusaugen. Uns hat der Besuch gefallen und die Zeit verging wie im Flug. Unser Ubud-Aufenthalt schlossen wir mit einer leckeren Pizza ab, die wir zum Glück wieder zu viert geniessen konnten.