Lukas und Nathalie in Bali

Bali die ganze Geschichte von Marie-Therese

Einmalig… wunderschön… Dankbarkeit! Wir Mamis durften für 18 Tage nach Bali, zu unseren lieben Kindern. Das ist nicht selbstverständlich und deshalb sind wir (ich & Yvonne) sehr dankbar und glücklich.

Der Sprung ins Abenteuer

An Weihnachten schenkte mir Yvonne einen tollen Reiseführer von Bali. Ich las gespannt einige Stunden in dem Führer und stellte eine kleine Route zusammen. Es waren alles Orte, die mich sehr interessierten und ich gerne kennenlernen wollte. Nathalie und Lukas haben nach meinen Wünschen und ihren Erfahrungen von Bali, ein grossartiges Reiseprogramm mit wahnsinnig schönen Unterkünften kreiert und gebucht. Grosses MERCI!

Die Zwei haben unsere Reise von A - Z super organisiert und wir konnten am 2. Februar 2023 starten. Wir waren trotz guter Organisation ziemlich aufgeregt und freuten uns sehr auf Nathalie und Lukas. Zuerst ging es mit dem Bus und Zug nach Zürich-Flughafen. Danach trafen Yvonne und ich uns bei der Gepäckaufgabe. Oh, gottlob ging alles reibungslos und wir hatten die schweren Koffer aufgegeben. Nun konnten wir uns auf den Abflug konzentrieren und mit einem Glas Wein anstossen auf unsere gemeinsamen Ferien in Bali. Der Flug bis Dubai war angenehm und nach 2 Stunden Aufenthalt ging es weiter bis Denpasar. Wir waren in Bali gut angekommen. Mit Herzklopfen und Schweissausbrüchen gingen wir aus dem Flughafen. Draussen standen Nathalie und Lukas und wir konnten uns endlich nach 5 Monaten in die Armen nehmen. Das war ein unbeschreiblicher Moment und einfach grossartig! Der organisierte Fahrer packte unser Gepäck ins Auto und dann ging die erste Fahrt los. Nach Mitternacht kamen wir in Uluwatu ganz im Süden von Bali in unsere hübsche Unterkunft an.

Ankommen in Uluwatu

Wir wohnten drei Nächte in den schönen Bungalows mit Pool und genossen jeden Tag sehr ausgiebig. Leider regnete es seit der Ankunft fast immer und zeitweise in Strömen.  Ausgeschlafen, fuhren wir mit dem Mofa ca. 20 Minuten zum ersten Frühstück. Die ersten Tage waren für uns eine kleine Herausforderung, bis wir verstanden und wussten was wir zum Essen und Trinken bestellen wollen. Das Frühstück begann fast immer mit einem frisch gepressten Fruchtsaft und einem feinen, dekorierten Cappuccino. Dazu eine Waffel mit Früchten oder Gemüse. Am Nachmittag gingen wir bei starkem Wind mit dem Mofa an die Felsklippen, zu dem kleine Tempel «Pura Uluwatu». Wir spazierten auf einem schmalen Weg der Klippe entlang und liessen uns von dem starken Wind treiben. Auf diesem Spaziergang begegneten wir ganz vielen Affen und Affenbabys. Wir mussten unser Hab und Gut festhalten, sonst wurde es in Eile von den Affen genommen und zerrissen. Gegen Ende unserer kleinen Wanderung kam wieder ein starker Regen.

Mein Ruhetag in Ubud

Am dritten Tag haben wir uns auf die Reise gemacht nach Ubud in das Landesinnere. Mit dem organisierten Fahrer fuhren wir zuerst zu der grossen Statue «Garuda-Wisnu-Kencana», die auf dem Weg nach Ubud war. Die Statue war bis 2018 mit ihren 121 Metern die grösste Statue der Welt. Es war sehr beeindruckend, wenn man davorstand. Rundum hatte es einen grossen Park, wo wir durch schlenderten und genossen. In einer kleinen Arena sahen wir einen balinesischen Tanz, der uns richtig verzaubert hatte. Vor Ubud besuchten wir noch einen grossen, wunderschönen Wasserfall. In der grossen Stadt angekommen, konnten wir unsere schöne Unterkunft mit einem wunderbaren Garten und Pool beziehen. Wir vier genossen die Zeit miteinander am Pool mit viel Lachen, Reden und Kartenspielen. Leider bekam ich in der Nacht Fieber, Halsschmerzen und Durchfall. Ich habe einen Tag fast nur geschlafen und viel Ingwertee getrunken, der mir Nathalie gekocht hatte. Das Klima war sehr feucht durch den vielen Regen und die starke Hitze. So musste ich mich zuerst daran gewöhnen. Doch nach einem Tag ging es mir schon wieder recht gut und die Reise mit einem Fahrer ging weiter nach Sideman. Zuerst besuchten wir in der Nähe von Ubud eine Kaffeeplantage. In dieser Plantage wird der bekannte, teure Luwak-Kaffee hergestellt. Der ganze Herstellungsprozess mit der Anpflanzung und der Ablauf mit den Katzen war interessant und eindrücklich. Weiter besuchten wir den Elefantentempel “Goa Gajah” mit einem hübschen Park mit viel Bäumen und Pflanzen. Danach fuhren wir direkt nach Sideman in unsere schöne Bungalow-Anlage.

Tolle Ursprungserfahrungen in Sidemen

In Sidemen hatten von ihrem Zimmer aus alle eine tolle Aussicht, in die schöne, grüne Landschaft und auf den Pool. Auf der gedeckten Terrasse assen wir ein feines Nachtessen und spielten Karten bis in die Nacht hinein. Während zwei Tagen fuhren wir mit dem Mofa durch die wunderschönen, eindrucksvollen Reisfelder. Es war einfach grossartig! Dort hatte es fast keine Touristen und wir konnten die einheimische Bevölkerung richtig geniessen und kennenlernen. Wir schauten uns eine kleinere Weberei an und kamen fast nicht aus dem Staunen. Die Frauen arbeiten 8 Stunden an den alten Webstühlen und die Männer flochten und färbten die Fäden ein. Es war ein uraltes Gebäude, mit sehr, sehr einfacher Einrichtung. Die Leute schienen trotz allem zufrieden zu sein und hatten oft ein Lächeln auf dem Gesicht. Das Volk im Landesinneren ist eher arm und hat meist nur wenig Besitztümer. Die Menschen leben in sehr einfachen Unterkünften. Trotz allem wirken sie auf uns zufrieden und glücklich.

Am zweiten Tag entdeckten wir, versteckt auf einer sehr schmalen Strasse direkt an einem Fluss einen Silberschmied. In einem einfachen Haus, das an der Vorderseite komplett offen war, stellte die Familie Silberschmuck her. Beim Vater, den zwei Söhnen sowie der Mutter durften wir einen Silberschmied-Kurs machen. Bei jedem Arbeitsschritt wurden wir geduldig begleitet. Es war interessant und uns hat es sehr Spass gemacht. Jetzt haben wir alle eine schöne Erinnerung an Bali an unserem Finger.

Meeresbrise und Schnorcheln in Amed

Nach drei Nächten in Sideman fuhren wir mit dem Chauffeur Richtung Ostküste nach Amed. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Halt in dem Aga-Dorf «Tenganan». Es ist das einzige Dorf in Bali, das mit einer Mauer umgeben ist. Das Dorf hat ca. 400 Einwohner, welche Nachkommen von Ureinwohner Balis sind. Traditionen werden gepflegt und sie widmen sich der Kunst und dem Kunsthandwerk. Bei der Weiterfahrt zur Ostküste, hat uns wieder ein strömender Regen begleitet. Wir mussten mit dem Auto einen steilen Hügelzug überqueren, mit schmalen und schlechten Strassen. Wir waren alle sehr froh, als wir ohne Unterbruch Amed gut erreichten. Trotz starken Regengüsse durften wir unsere drei wunderschönen Bungalows beziehen. Wir hatten eine bezaubernde Aussicht auf das Meer und natürlich wieder einen Pool. Doch, oh Schreck, ich hatte ein grosses, lautes Haustier in meinem Bungalow. Ein Tokeh-Gecko hat sich unter dem Dach eingenistet und kam vor allem abends immer raus. Mit seinen lauten Schreien hat er mich immer wieder unterhalten. Gottlob habe ich erst am letzten Tag mit dem Feldstecher das Tier richtig angeschaut! Was die anderen als hübsch bezeichneten, empfand ich ganz anders. 

In Amed gingen wir viel schnorcheln und die Unterwasserwelt auskundschaften. Nathalie hat sich alle Mühe gegeben und hat mir das Schnorcheln geduldig beigebracht. Danke! An der Küste von Amed begleiteten wir Mamis die zwei Lieben auf einem Tauch-Tag. Es war interessant zu sehen, welche Vorbereitungen getroffen werden müssen, bis die Gruppe mit dem Tauchgang starten kann. Sie machten an diesem Tag drei verschiedene Tauchgänge und kamen jedes Mal begeistert zurück. Ihre Erzählungen haben uns sehr beeindruckt.

Paradiesischer Abschluss in Nusa Lembongan

Nach vier Nächten an der Ostküste ging es mit einem Fahrer in Richtung Sanur. Die restlichen Tage von unseren gemeinsamen Ferien wollten wir noch auf der Insel Nusa Lembongan verbringen. Wir gingen mit einer kleinen Fähre auf die Insel. Es war ein Traum. Am Strand der Insel wurden wir mit einem kleinen Jeep abgeholt und kamen in eine paradiesische kleine Bungalow-Anlage. Sie war wunderschön und ruhig. Ich hatte in meinem Bungalow wieder ein Haustier. Dieses Mal war es eine Maus, die sogar allerlei leichte Gegenstände von mir gestohlen hat. Wir gingen in diesen letzten Tagen viel schnorcheln und ich kam öfters an meine Grenzen. Einmal mussten wir rund 200 Meter durch das seichte, knietiefe Wasser schwimmen. Unter uns hatte es Seepflanzen, Seesterne und viele Seeigel. Es war ziemlich streng und so wenig Platz unter mir zu haben, war etwas beängstigend. Was uns aber danach erwartete, war grossartig. Korallenriff so weit das Auge reicht. Hunderte von Fische tummelten sich um uns. Es war so farbig und man hatte den Eindruck, dass hier alles noch intakt ist und diese Ecke vom Klimawandel verschont ist. Es war fantastisch. An einem Tag luden wir Nathalie und Lukas zu einer Schnorcheltour mit dem Boot ein. Die Fahrt war vor allem zu Beginn sehr wellig. Mir war ziemlich unwohl bei so grossen Wellen in einem so kleinen Boot zu sitzen. Auch der erste Stopp konnten wir nicht wirklich geniessen, da die Wellen zum Schnorcheln fast zu gross waren. Die zwei weiteren Stopps waren dann aber wunderschön und wir genossen die Unterwasserwelt und das warme Meer noch einmal ausgiebig. All die Herausforderungen zu meistern hat sich gelohnt, da die Unterwasserwelt wirklich grossartig und beeindruckend war. 

Wir assen in den letzten Tagen noch einmal sehr gut und in tollen Restaurants direkt am Meer. Mit dem Mofa machten wir kleine Ausflüge und konnten einen schönen Sonnenuntergang auf einer Klippe geniessen. Den schönen, grossen Pool vor unseren Bungalows hatten wir meist für uns alleine. Was will man noch mehr, es hat einfach alles gepasst! 

Abschied - dankbar geht es zurück nach Hause 

Viel schneller, als es und allen lieb war, stand dann plötzlich auch schon der letzte Tag vor der Tür und wir mussten uns verabschieden. Es war ein sehr harter Abschied und die Tränen flossen beidseitig. Wir hatten es dermassen schön zusammen und deshalb war die Trennung noch schwieriger. Yvonne und ich gingen gegen Abend auf die kleine Fähre nach Sanur. Nathalie und Lukas blieben noch für weitere 9 Tage auf Nusa Lembongan, in denen sie tauchen wollten. Nathalie wollte Yoga machen und Lukas die Wellen zum Surfen nutzen. Also winkten sie uns vom Strand aus, bis unser Schiff hinter den Klippen verschwand. Es war eine schreckliche Überfahrt, da das Meer sehr unruhig war und die grossen Wellen sich überschlugen. Mir wurde es unheimlich übel und ich war wie ein weisses Leintuch. Der Schweiss lief mir ins Gesicht und den Körper runter und ich konnte mich fast nicht mehr aufrechterhalten. Ich war Seekrank. An Land wurden wir von einem Fahrer empfangen und nach einer stündigen Autofahrt kamen wir im Flughafen Denpasar an. Nach langem Warten für die Gepäckaufgabe und bis zum Abflug, probierten wir uns ein wenig zu erholen. Der Flug war angenehm, aber sehr lang. Nach über 30 anstrengenden Stunden kam ich erschöpft aber gesund zu Hause an. In unseren Herzen sind wir reich und glücklich von dem einmaligen, wunderschönen Aufenthalt in Bali mit unseren lieben Kindern. Mich begleitet diese Zeit jeden Tag und ich bin so dankbar, dass ich so was erleben durfte. Nathalie und Lukas, herzlichen Dank und grosses MERCI für die unheimlich schöne, tolle Zeit mit euch. Es ist ein grosses Geschenk und eine Erinnerung, die uns niemand mehr nehmen kann! Ich bin masslos glücklich und stolz, durfte ich so was Grosses mit den Lieben geniessen. Ich denke, dass es Yvonne gleich ergeht und sich an dem Danke sagen voll beteiligt.