
Zwei Tage in Dubai
Gegensätzlicher hätte unsere nächste Reisedestination im Vergleich zu Kenia wohl nicht sein können. Wir legten nämlich einen Stopover in Dubai ein. Dort verbrachten wir zwei tolle Tage mit unseren Freunden aus der Schweiz.
Das Glück der Zufälle
Bereits in Nairobi hatten wir die Idee, dass wir nach Indien weiterreisen könnten und in Diani legten wir uns dann endlich fest. Wir beantragten unser Visum und buchten unsere Flüge. Wir fanden eine Flugverbindung, welche über Schardscha in den Vereinigten Arabischen Emiraten führte und stellten fest, dass Schardscha nur etwa eine Autostunde von Dubai entfernt liegt. Kurzerhand entschieden wir uns, einen zweitägigen Layover in Dubai einzulegen. Nun kommt das Glück des Zufalls… Lukas meinte, er könnte seinem Freund Kevin aus der Schweiz schreiben. Dubai sei doch genau sein Ding und vielleicht komme er uns ja dort besuchen. Ohne grosse Erwartungen, da die Flugpreise doch ziemlich hoch sind und alles recht spontan ist, schickten wir also eine WhatsApp Richtung Schweiz. Nur wenige Minuten später erhielten wir auch schon eine Antwort. Und wir staunten nicht schlecht. Kevin und seine Freundin Tiberia haben bereits eine Woche Urlaub in Dubai gebucht und zwar genau in diesen Tagen, wo auch wir in Dubai sein werden. Wir freuten uns schon am Diani Beach unglaublich über diesen Zufall.
Zwei Welten prallen aufeinander
Wie du im letzten Blogeintrag lesen konntest, genossen wir den Rest unserer Ferien vom Traveler-Leben in Diani in vollen Zügen. Mit dem Zug reisten wir von Mombasa wieder zurück nach Nairobi, wo wir unsere zwei letzten Nächte in Kenia verbrachten. Dieser Kurzaufenthalt gab uns noch einmal die Möglichkeit, voll in eine afrikanische Grossstadt einzutauchen, bevor wir nach Schardscha flogen. In Schardscha angekommen, stiegen wir in ein Taxi ein und erlebten bereits den ersten Kontrast zu Kenia. Wir mussten nicht über den Preis verhandeln, sondern konnten uns einfach auf den Taximeter verlassen. Die meist drei- bis sechsspurige Strasse nach Dubai war asphaltiert, hatte keine Schlaglöcher und war weitgehend sogar mit Strassenlaternen ausgeleuchtet. Schon wieder ein riesiger Kontrast zu Kenia. Und als wir die Wolkenkratzer von Dubai und die Moderne dieser Stadt aus dem Taxi sahen, war uns klar, dass es wohl fast keinen Ort gibt, der kontrastreicher sein könnte.
The Palm und Burj Khalifa
Bereits am Abend von unserer Ankunft trafen wir Tiberia und Kevin. Eigentlich wollten wir nur kurz etwas zusammen trinken. Da wir uns aber so viel zu erzählen hatten, wurde es fast 2 Uhr, bis wir zurück in unserem Air b’n’b waren. Am nächsten Tag fuhren wir vormittags mit der Metro zum Palm Gateway. Von da fuhr eine Monorail auf die künstlich angelegte Halbinsel in Form einer Palme. Im bekannten Hotel Atlantis the Palm besuchten wir das “The Lost Chambres Aquarium”. Das Aquarium ist im Stil der sagenumwobene Stadt Atlantis gebaut. Man kann neben Hummern, Piranhas und Clownfischen auch Haie, Adler- und Stachelrochen bestaunen. Uns hat dieses Aquarium sehr gefallen. Was wir in Dubai bereits am ersten Tag lernen mussten, ist, dass alle Innenbereiche auf beinahe unmenschlich kalte, beinahe schon winterliche Temperaturen heruntergekühlt werden. So mussten wir uns immer mal wieder bei einem Spaziergang in der Hitze dieser Wüstenstadt aufwärmen. Am Nachmittag fuhren wir mit der Metro zur Dubai Mall. Das grösste Einkaufszentrum, das wir je gesehen haben und indem man so ziemlich alles kaufen kann, was das Herz begehrt. Vor der Mall hat es einen künstlich angelegten See, an dem auch der Burj Khalifa, das derzeit höchste Gebäude der Welt, liegt. Es war sehr beeindruckend, den 830 Meter hohe Wolkenkratzer aus nächster Nähe zu betrachten. Auch das mit Musik untermalte Licht- und Wasserspiel auf dem See und an den Wolkenkratzern gefiel uns sehr. Am Abend gingen wir in ein Dim Sum Restaurant, wo wir so viel Dim Sum essen und so viel Bubble Tea trinken konnten, bis wir kurz vor dem Platzen waren. Um dem vollen Magen entgegenzuwirken, machten wir einen langen Abendspaziergang zurück zur Marina und auch diese Nacht gingen wir sehr spät zu Bett, da wir das Zusammensein mit unseren Freunden einfach zu sehr genossen.
Old Town, Global Village und ein leckeres Abschlussessen
Am zweiten Morgen fiel das Aufstehen ziemlich schwer, da wir erneut zu wenig geschlafen haben. Nach einem Kaffee bzw. einem Orangensaft machten wir uns auf den Weg zur Marina. Dort stiegen wir in ein Boot und fuhren in Richtung Old Town. Wir genossen es, einfach zwei Stunden dazusitzen, die Beine auszuruhen und die Stadt an uns vorbeiziehen zu sehen. Nach der Ankunft schlenderten wir durch den Markt und weiter in die Altstadt. Die Altstadt besteht aus vielen kleinen Gassen und alten Häusern. Da der Stadtteil in den letzten Jahren viel renoviert wurde, wirkt er auf uns nicht mehr ganz so alt, sondern eher künstlich auf alt gemacht. Mit dem Taxi fuhren wir nach dem Sonnenuntergang ins Global Village. Einmal mehr besuchten wir damit einen total künstlichen Ort, der dennoch faszinierend auf uns wirkte. Bekannte Gebäude wie der Big Ben oder der Schiefe Turm von Pisa wurden nachgebaut. Vielen Ländern wird ein Themenbereich gewidmet, wo man Spezialitäten dieser Länder kaufen kann. Es gibt unzählige Essensstände und auch einige Fahrgeschäfte. Uns war es allerdings irgendwie zu voll und zu ungemütlich fürs Abendessen. Deswegen begleiteten wir Tiberia und Kevin in ein leckeres Steak House. Dort genossen wir den wohl grössten und besten Burger, den wir je gegessen haben. Mit einer Shisha liessen wir den Abend sowie unser Aufenthalt in Dubai ausklingen.
Auf dem Weg ins Air b’n’b hiess es dann Abschied nehmen. Wir hatten zwei wunderschöne Tage mit Tiberia und Kevin. Danke für die vielen guten Gespräche, das viele Lachen, der Spass mit den Puff Puffs und die Zeit mit euch. Das hat unsere Reise mega bereichert.