
Lake Mburo Nationalpark
4 Tage haben wir am Rande vom Lake Mburo Nationalpark verbracht. Zelten, die Natur geniessen und mit dem Fahrrad durch den Nationalpark fahren. Gerne nehmen wir dich mit an diesen wunderbaren Ort.
Immer wieder verliert man beim Reisen ein Stück seines Herzens an einen wunderbaren Ort. Genau das passierte uns hier, am Rande vom Lake Mburo Nationalpark. Schon alleine, diese Aussicht, die wir beim Verfassen dieses Textes geniessen, ist einfach einmalig und unbezahlbar… Aber springen wir doch zuerst einige Tage zurück nach Masaka.
Anreise zum Lake Mburo Nationalpark
Nachdem wir in Masaka zwei Tage in einem Backpacker verbracht haben, fuhren wir mit dem Boda-Boda zum Taxi Park in Masaka. Dort fand uns rasch das richtige Matatu. Ja, du hast richtig gelesen, nicht wir haben das Matatu gefunden, sondern das Matatu uns :-) Kommt man nämlich an einem neuen Ort an, so wird man sofort von vielen Ugandern eingekreist und jeder würde dich gerne an den gewünschten Ort fahren beziehungsweise hilft dir, den Weg zum richtigen Fahrzeug zu finden. Wir hatten das Glück, dass wir vorn beim Fahrer sitzen konnten und so war es eine sehr angenehme Fahrt. Da wir auf der Reise von den Ssese Islands nach Masaka bereits mit acht anderen Personen in einem fünf plätzigen PW fuhren, wissen wir inzwischen, dass die Fahrzeuge hier ganz anders beladen werden als bei uns in der Schweiz. Mit dem Matatu fuhren wir bis zum Dorf, welches ca. 8 km vom Lake Mburo Nationalpark entfernt liegt. Von da nahmen wir wieder ein Boda-Boda und fuhren damit in das Leopard Rest Camp.
Boda-Boda fahrt zum Leopard Rest Camp.
Bikesafari im Lake Mburo Nationalpark
Unser Wecker klingelte am ersten Morgen bereits um 6 Uhr. Nach einem reichhaltigen Frühstück starteten wir zusammen mit John, einem Angestellten unserer Lodge, mit den Velos zum Park Gate. Dort trafen wir Aron, einen Ranger aus Leidenschaft, der uns bei unserem Abenteuer begleitete. Bereits nach wenigen Minuten Fahrt entdeckten wir die ersten Antilopen und Zebras. Aron erzählte uns zu allen Tieren spannende Fakten und liess uns genügend Zeit zum Beobachten und Fotografieren. Auf unserer Fahrt durch diese wunderschöne Natur sahen wir viele Warzenschweine, unterschiedliche Antilopen, Geier sowie andere Vögel und einige Affen. Uns war vor dieser Safari nicht bewusst, dass Wasserbüffel sehr gefährliche Tiere sind. So schauten wir uns diese nur aus der Ferne an. Ein Tier, das wir vorher nicht kannten, ist der Wasserbock. Ein wunderschönes Tier, an dem wir sehr Gefallen gefunden haben. Im Lake Mburo Nationalpark, dem kleinsten Savannen Nationalpark Ugandas, leben aktuell 45 Giraffen. Einige dieser Giraffen durften wir aus der Nähe bestaunen.
Sie waren an diesem Tag sehr entspannt und lagen sogar vor uns im Gras. Giraffen strahlen eine extreme Ruhe, kombiniert mit viel Eleganz aus. Zudem sind es sehr friedliche Tiere. Das Beobachten der Giraffen war für uns ein wunderschöner, friedvoller Moment, in dem die Zeit kurz stillzustehen schien. Am Lake Mburo angekommen, konnten wir Flusspferde im Wasser beobachten. Sie können bis zu 5 Minuten unter Wasser bleiben, bevor sie wieder an die Oberfläche kommen, um Luft zu holen. Den Tag verbringen sie im kühlen Wasser und in der Nacht bewegen sie sich über viele Trampelpfade auf der Suche nach Nahrung. Die Fahrt vom See zurück zum Gate war für uns ziemlich anstrengend. Die Hitze sowie die vielen Hügel, welche bezwungen werden mussten, machten uns etwas zu schaffen. Kurz nach dem Mittag kamen wir zwar müde, aber sehr zufrieden bei unserem Zelt an.
Leopard Rest Camp
Hach… Was für ein toller Ort auf dieser Erde. Nachdem wir auf Ssese Islands und in Masaka in Guesthouses geschlafen haben, freuten wir uns, dass wir im schönen Garten dieser Lodge unser Zelt aufstellen konnten. Und die sanitären Anlagen vom Bush Camp, wie sie hier den Zeltplatz nennen, waren einfach toll. Wir glauben, bereits die beste Dusche Afrikas gefunden zu haben. Die Menschen sind sehr freundlich und aufmerksam. Das Essen war fabelhaft und die Aussicht, die man vom oberen Stock des Holzhauses geniessen kann, ist beeindruckend. Wir machten tolle Bekanntschaften mit anderen Reisenden und einige davon dürfen wir sogar ein Stück auf ihrem weiteren Weg begleiten. Davon erzählen wir aber ein anderes Mal. Das Camp liegt inmitten der Natur und die ersten Zebras warten meist bereits einige Meter davon entfernt. Täglich erkundeten wir zu Fuss die nahe Umgebung und beobachteten die Tiere. Am letzten Tag bestiegen wir einen Hügel mit toller Aussicht über die Weiten dieser Region. Dieser Hügel war für uns ein magischer Ort, an dem wir innehalten konnten und die Kraft aufnehmen, die er ausstrahlte. Dieser Moment auf dem Hügel, aber auch die letzten Tage in dieser Lodge gaben uns das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Angekommen in Uganda, angekommen in der Natur und angekommen im Backpacker-Leben.